Kärntenes versteinerte Welten


Die Nockberge im Wandel der Zeit


Eine Bildungsreise durch Jahrmillionen für Kinder- und Familien

 

Kärnten verfügt europaweit über einzigartige Fundpunkte urzeitlicher Tiere und Pflanzen. Diese dokumentieren für fast alle Perioden die Entwicklung des Lebens.

Seit fast einem Jahrhundert hat sich abgesehen von wenigen Schwerpunktforschungen niemand intensiv mit „Kärntens versteinerten Welten“ befasst. Dadurch ergibt sich völliges Neuland, das in diesem Projekt ästhetisch und modern populärwissenschaftlich aufbereitet werden soll.

Die aktuellen Stichworte „Klimawandel“ und „CO² Emissionen“ bekommen im geologischen Kontext völlig andere Bedeutungen. Neben der wissenschaftlichen Bearbeitung wird Wert auf Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung zum genannten Thema gelegt.

Eine neue Ausstellung am Nockalmhof direkt an der Nockalmstraße soll erstmalig die 300 Millionen Jahre alten paläobotanischen Funde aus den Nockbergen, die zu dem besten Europa zählen, zeigen.

Fossile Riffe und Muschelbänke aus der Triaszeit – im Bereich der Eisentalhöhe in unmittelbarer Umgebung der Nockalmstraße – sowie die Karbonfundstellen am Königsstuhl und am Stangnock am Wanderweg sind ein Alleinstellungsmerkmal der Nockberge.

Die besten Fossilfunde Kärntens mit Schwerpunkt Nockberge sollen um diesen Kern in Form einer Zeitreise durch die Erdepochen ausgestellt werden

Die Objekte sollen eindrucksvoll in modernster Ausstellungstechnik aufbereitet und dargestellt werden. Die Ausstellung wird keineswegs unzählige unattraktive, faustgroßen „Steine“ in Standartvitrinen zeigen. Viele Ausstellungsobjekte sind perfekt präparierte, ästhetische Großgesteinsplatten. Um die Details der versteinerten Pflanzen und Tiere zu erkennen werden viele geschliffen und poliert werden. Ein Großteil der Objekte kann direkt berührt werden („begreifbar“) und erleichtert damit den Zugang zur Geologie und Paläontologie. Mit der Kombination der Betrachtung und dem Fühlen der Objekte in der Ausstellung und dem Naturerlebnis direkt vor der Tür (paläobotanische Fundstücke sind in unmittelbarer Umgebung zur Ausstellung in freier Natur vorhanden) wird eine perfekte Verbindung von geschützter Natur und Ausstellung geschaffen.

Die neue Ausstellung auf einer Gesamtfläche von ca. 200m² ist Kern der geowissenschaftlichen Informationen der Nockberge. Bereits vorhandene Einrichtungen wie der Geologietrail in der Grundalm oder das Granatium in Radenthein sind eine logische Ergänzung und sollen in Zukunft das Angebot abrunden.

Zielgruppen sind naturinteressierte BesucherInnen, vor allem Kinder, Jugendliche und Familien, die lokale Bevölkerung, BesucherInnen des Nationalparks, WissenschaftlerInnen, StudentInnen, PaläontologInnen bzw. Fossilienliebhaber, Ethnobotaniker, Ethnographen.

Für die genannten Zielgruppen wird Neuland eröffnet. Die Verbreitung der Ergebnisse erfolgt dual. Zum einen durch ein Dokumentationsarchiv für die Wissenschaft und zum anderen durch eine dementsprechende populärwissenschaftliche Aufbereitung der Ausstellungen für die Öffentlichkeit (Familien, Kinder und Jugendliche).

Den BesucherInnen soll in einer anschaulichen Weise vermittelt werden, dass heute noch existierende Tiere und Pflanzen in der Urzeit vollkommen andere Merkmale besessen haben und wie vielfältig sie sich über die Jahrmillionen verändert haben.

Die Nutzer sollen die Natur nicht nur als Kulisse für sportliche Aktivitäten in Anspruch nehmen, sondern auch "geistige Bekanntschaft mit der Landschaft“ machen.

Das Gesamtprojekt wird von intensiven Publizitätsmaßnahmen begleitet. Dazu gehören Infoflyer, eine Homepage, gemeinsam koordinierte Pressetätigkeit und fachspezifische Schulungsunterlagen zur Wissensvermittlung. Ein Handbuch mit den wichtigsten Fragen zur Vorbereitung von Führungen soll das Angebot abrunden.

Ergebnis:

Diese Ausstellung ist einzigartig für unser Bundesland, themenbezogenen Ausstellungen mit Schwerpunkt Paläontologie sind bei uns bisher nicht realisiert worden. 

Das Ergebnis soll eine vollkommen neu ausgerichtete, thematische Ausstellung mit der Konzentration auf die Paläontologie werden.

Die geplante Ausstellung richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Von großer Bedeutung sind Kinder, Jugendliche und Familien. Die Region Malta-Liesertal, Innerkrems positioniert sich als Familienregion. Die neu geplante Ausstellung ist auf das Regionsprofil abgestimmt.

Von immenser Bedeutung ist die Kombination von Ausstellung (erleben drinnen) und Natur vor Ort (erleben draußen). Die Verbindung Anschauen und Naturerlebnis; mit dem Dokumentationsarchiv, Labor, Multimedia und Ausstellungsobjekten (die auch „angetastet und gefühlt“ werden dürfen).

Wissenschaftliche Zusammenhänge werden so aufgearbeitet, als ob die "Höhepunkte der Natur" in die Ausstellung gebracht werden. Das Publikum soll in der musealen Struktur Erkenntnisse gewinnen, die es ihm ermöglichen, das Werden der Landschaft zu verstehen. Die konkreten Zielsetzungen liegen in der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themas.

Dazu gehören: Geländeforschung, Bergung von musealen Großexponaten, Präparation und Laboruntersuchungen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden für ein breites Publikum verständlich aufbereitet und in einer zeitgemäßen museumspädagogischen und museumsdidaktischen Darstellung und Präsentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Durch gemeinsame Marketingaktivitäten (Folder, einheitliches Marketing im Nationalpark-Design) kann ein möglichst großer Besucherkreis erfasst werden. Durch die viersprachige Ausweisung wird auch der Internationalisierung bei den Gästen im Nationalparkgebiet Rechnung getragen.

Veranstaltungen im Biosphärenpark Nockberge
Sommerprogramm 2013
Tourenkarte der Region Nockberge
Infos zu Biosphärenpark Nockberge
Erlebniswege Innerkrems Turracher Höhe  Nockberge
Giro dei Parchi
Silva Magica


Sommer 2017
Kärnten