Bergmolch

Bergmolch
Bergmolch

Populationsökologische Langzeitstudie über den Bergmolch (Triturus alpestris) am Firstmoor (1.920 m) im Nationalpark Nockberge 

Im Jahr 2005 erfolgte bereits die 17. Untersuchung an der Bergmolchpopulation des Firstmoores und an den Grasfröschen des Waldbodens. Die Laichballenzahlen zeigen weiterhin die Wichtigkeit langjährigen Studien an Amphibienpopulationen. Der scheinbare Rückgang der Laichballenzahl über fünf Jahre hinweg, stellte sich in den letzten Saisonen als Teil umfangreicher Fluktuationen heraus. Viele der Individuen sind seit 1989, also bereits 16 Jahre, bekannt. Wenn man die Jugendphase hinzurechnet, die in solchen Höhen etwa 10 Jahre dauert (Schabetsberger, mündl. Mitt.), sind viele Molche am Firstmoor bereits mindestens 25 Jahre alt.

Der Winter 2004/2005 brachte am Firstmoor durchschnittliche Temperaturen. Die Zuwanderung von am Land überwinterten Bergmolchen begann am 23.5.2004 bei einer noch bis zu 30 cm hohen Schneedecke auf etwa 70% des Areales. Dieser Zuwanderungstermin liegt zwischen den bisher beobachteten Extremen. Ende Mai war etwa die Hälfte der zu erwartenden Molche in den Gewässern anzutreffen.

In der Saison 2005 wurden 83 Bergmolche individuell erfasst und deutlich mehr Weibchen als Männchen angetroffen. Von den 83 Molchen der Saison 2005 waren 62 (74,7%) aus den Vorjahren markiert. Bei Fortsetzung des derzeitigen Trends dürften die letzten 1989-er Tiere im Jahr 2010-2015 festzustellen sein, was einer Lebenserwartung von 30-35 Jahren entspräche. Diese Aussage wird in den kommenden Jahren nach vorliegen weiterer Daten sowie durch Anwendung neuer statistischer Methoden konkretisiert.

Grasfroschpopulation "Waldboden" (1.820 m) 

Ebenso wie der durchschnittliche Zuwanderungsbeginn der Bergmolche auf dem Firstmoor setzte die Zuwanderung der Grasfrösche am Waldboden 2005 zu einem mittleren Termin seit 1989 ein. Die Zahl der Laichballen nahm 4 Saisonen lang ab (1989-1992) und stieg danach 3 Saisonen (1993-1995). 1996 war die Gesamtzahl der Laichballen mit 89 wieder etwas geringer, um schließlich nach dem Rekordjahr 1997 mit 109 im Jahr 1998 auf 55 Ballen und 1999 bis 2001 mit 39-42 Ballen auf etwa den Anfangstand zu fallen. Im Jahr 2002 stieg die Laichballenzahl wieder auf 60 an, im Jahr 2003 fiel sie auf den niedrigsten Stand (28 Ballen, wie 1992). 2004 war mit 37 Ballen deutlich und im 2005 mit 45 Ballen knapp unter dem Schnitt (54 Ballen pro Jahr, 971 Ballen in 18 Jahren).

Dokument

Populationsökologische Langzeitstudie über den Bergmolch (Triturus alpestris) am Firstmoor (1920 m) im Nationalpark Nockberge (PDF)

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