/ Natur und Kultur / Kulturraum / Sagen / Die bestraften Schabreiter

Die bestraften Schabreiter

Die bestraften Schabreiter
Die bestraften Schabreiter

Kärntens ältester Wintersport war das Schabreiten. Wenn die Schneemassen so hoch waren, dass die Zäune nicht mehr herausschauten, war die Zeit des Schabreitens gekommen und die Burschen holten die langen Roggenschabe aus den Scheunen und steckten sie mit der Unterseite in den Brunntrog, damit sich die Halme mit glattem Eis überzogen. Auf diesen eisgepanzerten Schaben flitzten sie mit unheimlicher Geschwindigkeit ins Tal. In der Heiligen Nacht und während des Gottesdienstes musste die Schabe ruhen. Einem jungen, Knecht ob Deutschgriffen gelüstete es einmal, den Weg zur Christmette auf einem Strohschab zu machen. Als die Weihnachtsglocken aus dem Tal klangen, setzte er sich auf den eisigen Strohschab und fuhr mit einem lauten Juchzer die steilen Leiten nach Deutschgriffen hinunter. Die Fahrt ging immer schneller, sodass er nicht mehr bremsen konnte, als ein Zaun aus dem Schnee ragte und er mit wilder Kraft in das Gehölz brauste sodass sein Kopf zwischen den Zaunstangen hängen blieb. Sein Leib brauste weiter ins Tal, obwohl der vom Leib getrennte Kopf immer weiter schrie: «Haltets ein mein Leib, haltets ein mein Leib!» Der vom Kopf getrennte Leib wurde nie mehr gesehen. An jener Stelle sah man lange Zeit Gespenster bis man dort einen Bildstock errichtete und den Kopf einmauerte.

Veranstaltungen im Biosphärenpark Nockberge
Sommerprogramm 2013
Tourenkarte der Region Nockberge
Infos zu Biosphärenpark Nockberge
Erlebniswege Innerkrems Turracher Höhe  Nockberge
Giro dei Parchi
Silva Magica


Sommer 2017
Kärnten