Höfe

Kennzeichnend für die Region sind Liesertaler Einhöfe und Ringhöfe. Ab dem Spätmittelalter entstanden die Einhöfe. Diese Mehrzweckbauten dienten dem Wohnen ebenso wie dem Wirtschaften. Den Hauptraum bildete eine sogenannte «Rauchstube» mit offenem Herd und Backofen. Zudem waren Tierställe und Lagermöglichkeiten unter einem Dach untergebracht. Heute ist die unbewohnte «Grabenkeusch» im Leobengraben ein Beispiel dieser Bauweise. In den Nockbergen entwickelten sich aber vor allem «Ringhöfe», dazu zählen je ein Wohnhaus und mehrere, gesondert gruppierte Wirtschaftsgebäude. Diese wurden fast gänzlich aus Holz erbaut. Auch diese Bauweise geht bereits ins Spätmittelalter zurück, als Viehzucht und Getreidebau gemeinsam betrieben wurden. Ringhöfe bestanden aus mindestens zwei «Blochstadln», einem Wohnhaus mit umgebenden Balkon, dem gezimmertem «Troadkasten» (Speicherbau) und mehreren Kleinbauten (z. B. Speicher, Mühlen, Sägen, Bienenhäuser). Etwas abseits der Hofgebäude standen Bad- oder Brechlstuben. Badstuben sind vergleichbar mit der heutigen Sauna. Brechlstuben dienten der Flachsverarbeitung. Die Hauptgebäude der Ringhöfe sind fixer Bestandteil im Ortsbild. Umgebaut und adaptiert bzw. sogar nachgebaut sind sie auch heute noch beliebt. 

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