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Alpen-Fettkraut

Alpen-Fettkraut
Alpen-Fettkraut

Pinguicula alpina

Das Alpen-Fettkraut ist eine Art aus der Gattung der Fettkräuter. Sie zählt zu den wenigen heimischen Arten im deutschsprachigen Raum. Es ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die zwischen 5 bis 15 cm Höhe erreicht.

Die fünf bis acht fleischigen, hellgrün bis rötlichen Blätter bilden eine flach am Boden liegende Rosette mit bis zu 6 cm Durchmesser. An der Oberfläche sind die Blätter klebrig vom Fangsekret, mit dem sie kleine Insekten fangen. Sobald Beute erzielt wird, wird diese durch Enzyme verdaut, welche von Drüsen aus der Blattoberfläche ausgeschieden wird. Die Blätter sind zur Unterstützung des Fangs sehr beweglich, können sich fast bis zur Blattmitte einrollen. Unter starker Sonneneinstrahlung färben sich die Blätter rötlich. Das Alpen-Fettkraut blüht das erste Mal erst nach mehreren Jahren. Die Blüten sind weiß mit einem gelben Schlundfleck, der in Form und Größe variieren kann.

Außer in Wien kommt diese Pflanze überall in Österreich vor. Die Art findet sich in extremen Höhen an vollsonnigen Standorten. Das Alpen-Fettkraut ist typisch für subalpine Rieselfluren, Quellmoore und alpine Steinrasen. In alpine Lagen tritt das Alpen-Fettkraut häufig in Begleitung von Polster-Segge, Alpen-Sonnenröschen, Schlangen-Knöterich, Silberwurz und dem Kopfigen Läusekraut auf.

In der Volksmedizin wird diese Pflanze gegen Wunden, Geschwülste, Ischialgie, Leberleiden und Magen-, Brust- und Lungenerkrankungen eingesetzt. Ihr Nutzen gegen die genannten Krankheiten wird auf die in der Pflanze enthaltene Zimtsäure zurückgeführt.

Wussten Sie, dass das Alpen-Fettkraut geschützt ist, da der Bestand regional sehr klein und durch Eingriffe bedroht bzw. lokal überhaupt verschwunden ist?

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