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Aufgeblasenes Leimkraut

Aufgeblasenes Leimkraut
Aufgeblasenes Leimkraut

Silene vulgaris

Blütezeit: Mai - September

Das Aufgeblasene Leimkraut, auch Gewöhnliches Leimkraut, Taubenkropf-Leimkraut oder Knirrkohl genannt, gehört zur Familie der Nelkengewächse. Obwohl diese Wiesenpflanze zu den Leimkräutern zählt, ist sie nicht klebrig.

Das Aufgeblasene Leimkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50 cm erreichen kann. Die Wurzeln können bis in eine Tiefe von 1 m eindringen. Jede Pflanze besitzt einige wenige oder nur einen einzelnen aufrechten Stängel, der in einem gabeligen Blütenstand mit mehreren aufrechten bis leicht nickenden Blüten endet. Auffälligerweise blicken alle Blüten eines Wuchsortes meist in eine Richtung.

Obwohl die Blüten den ganzen Tag geöffnet sind, verströmen sie nur in den Nachtstunden einen kleeartigen Duft, um die Insekten anzulocken. An den Nektar, tief in ihrem Kelch, kommen nur langrüsselige Bienen und Nachtfalter. Hummeln umgehen diese Hürde, indem sie ein Loch in den Kelch beißen, um an den Nektar zu gelangen - dabei wird die Blüte aber nicht befruchtet. Außer durch den Samen, kann sich die Pflanze auch durch Verzweigung ihrer Wurzeln und durch Ableger vermehren. Die weitere Verbreitung der Art wird durch Selbst- und Windausbreitung bewirkt.

Wussten Sie, dass das Aufgeblasene Leimkraut mit ihren 1 m tief greifenden Wurzeln gelegentlich auch für andere Blütenpflanzen, die wie sie als Pioniere wirken, als Rohbodenbesiedlerin Neuland erschließt?

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