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Frühlings-Küchenschelle

Frühlings-Küchenschelle
Frühlings-Küchenschelle

Pulsatilla vernalis 

Die zur Familie der Hahnenfußgewächse gehörende Pflanze ist auch als Frühlings-Kuhschelle bekannt. Die Wuchshöhe beträgt 5 bis 15 cm. Ihre hellgrünen, grundständigen Laubblätter sind einfach gefiedert mit zwei bis drei Fiederpaaren. Die außen violetten, innen weißen Blüten haben ein glockenartiges Aussehen und eine Breite bis zu 6 cm. Die Blütenhüllblätter sind außen dicht mit feinen Haaren besetzt. Dieser zottige Haarpelz der die Pflanze vor den Extremen des Bergfrühlings schützt, hat dieser Art auch den Namen Pelzanemone eingetragen. Blütezeit bis April bis Juni.

Sie ist in den Alpen bis in hohe Lagen beheimatet. Dabei sind ihre bevorzugten Standorte Kiefernwälder und Silikat-Magerrasen. Sie liebt saure und stickstoffarme Böden mit mittlerer bis guter Basenversorgung und ist sehr lichtbedürftig. In Österreich ist die Frühlings-Küchenschelle im Gebiet der Zentralalpen häufig, ansonsten sehr selten und in manchen Gebieten ist diese Art schon ausgestorben.

Küchenschellen fanden bereits in der Antike Verwendung als Heilmittel. Hippokrates setzte sie gegen hysterische Angstzustände und zur Menstruationsförderung ein. In der Volksmedizin hat sie nie viel Verwendung gefunden, was sicherlich auch auf ihre Eigenschaften als starkes Hautreizmittel zurückzuführen ist. In der Schulmedizin wird sie bei Nierenentzündungen, Erkältungen, Magen- und Darmbeschwerden, Gicht, Rheuma, Kopfschmerzen, Migräne, Menstruationsbeschwerden und Ekzemen eingesetzt.

Wussten Sie, dass die Frühlings-Küchenschelle wie alle Hahnenfußgewächse sehr giftig ist? Daher wird sie in der Medizin nur sehr niedrig dosiert.

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