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Lebendgebärender Knöterich

Lebendgebärender Knöterich
Lebendgebärender Knöterich

Bistorta vivipara

Als Lebendgebärender Knöterich oder Otterwurz ist diese Pflanze nur in Österreich bekannt. Gängiger ist sie unter dem Namen Knöllchen-Knöterich. Sie erreicht eine Wuchshöhe von fünf bis 25 Zentimeter. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite ist graugrün. Die oberen Blätter sind lineal-lanzettlich und sitzend, mit oft umgerolltem Rand. Die fünfzähligen Blüten sind weiß bis hellrosa und sitzen zu vielen in einer lockerblütigen, endständigen Scheinähre. Die Blütezeit ist von Juni bis August.

Als Standort bevorzugt diese Art Rasen, Steingrund, Weiden, Schneetälchen und Moore in Höhenlagen von 1.000 bis 3.000 m.

Der Lebendgebärende Knöterich besitzt direkt unter dem Blütenstand Brutknospen, mit Stärke gefüllte Knöllchen. Aus den Knöllchen treiben im Sommer kleine Blättchen aus, im Herbst fallen sie als fertige Pflanze auf den Boden oder werden vom Wind verfrachtet. Die Pflanze gilt als Lieblingsnahrung der Schneehühner, die über den Kopf zu ihrer Ausbreitung beitragen. Vom Weidevieh wird die Pflanze verschmäht. Obwohl die häufige, anpassungsfähige Pflanze in vielen Rasentypen vorkommt, ist sie düngerfeindlich und verschwindet bei starker Beweidung.

Der Knöterich wirkt stark zusammenziehend auf die Harnorgane, daher wirkt er bei Bettnässen sehr heilsam, man muss ihn mit ebensoviel Johanneskraut und Schafgarbe mischen, sieden und als Tee benützen. Außerdem ist der Knöterich bei Durchfall, Ruhr, Blutung und Schleimfluss wirksam. Der Tee soll in Rotwein gesotten und schluckweise getrunken werden, wenn man den gewünschten Erfolg erzielen will.

Wussten Sie, dass, wenn die Kühe «verhext» waren und keine Milch mehr gaben, die Sennen dieses Kraut verfütterten und die versiegte Milch wieder floss? Daher auch die Namen «Bring ma´s wieder», «Wiederkumm» und «Verloren-Kehrwieder».

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