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Sonnentau

Sonnentau
Sonnentau

Drosera 

Die Gattung Sonnentau zählt zur Familie der Sonnentaugewächse und bildet mit ihren annähernd 200 Arten die zweitgrößte Gattung fleischfressender Pflanzen. Charakteristisch sin die mit Klebedrüsen besetzten Blätter der Pflanzen, die ihr den Fang von Beute und so das Gedeihen auch in nährstoffarmen Gebieten ermöglicht. Die Blüten des Sonnentaus stehen an sehr langen Blütenständen über der Pflanze, damit mögliche Bestäuberinsekten nicht durch die Blätter gefangen werden. Sie sind ausgesprochen klein (unter 1,5 Zentimeter) und in der Regel sind die Sonnentaublüten weiß oder rosa.

Sonnentauarten wachsen in saisonal feuchten, seltener dauernassen Gebieten mit nährstoffarmen, sauren Böden und viel Sonne. Viele Formen wachsen gemeinsam mit Torfmoosen, die dem Untergrund Nährstoffe entziehen und ihn zugleich versauern, wodurch sie das Wachstum möglicher Konkurrenten behindern. 

In zahlreichen Regionen sind die Bestände dieser empfindlichen Pflanze in zwischen verschollen bzw. ausgestorben, da einmal verlorene Standorte nicht mehr durch Wiederansiedelung zurückgewonnen werden können. Das relativ unscheinbare Erscheinungsbild sowie de kleine niedrige Wuchs dieser Pflanzen erschweren generell die Schutzbemühungen vor Ort.

Bereits im 12. Jahrhundert wurden die Kräuter von Matthaeus Platearius, einem italienischen Arzt als Heilkraut gegen Reizhusten beschrieben. Des Weiteren wurde Sonnentau zur Herzstärkung und als Aphrodisiakum, aber auch zur Behandlung von Sonnenbrand und gegen Sommersprosse verwendet. Als Hustenmedizin wird er auch heute noch in 200 – 300 zugelassenen Präparaten der Medizin verwendet, zumeist in Kombination mit weiteren Wirkstoffen.

Wussten Sie, dass bei den australischen Aborigines die Knollen der dort heimischen Knollendrosera ein beliebtes Nahrungsmittel darstellen?

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