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Weißer Germer

Weißer Germer
Weißer Germer

Veratrum album 

Der Weiße Germer ist eine Pflanzenart aus der Familie der Germergewächse. Er wird auch als Nieswurz, Hemmertwurzn, Lauskraut, oder Lauswurz bezeichnet.

Die Wuchshöhe beträgt zwischen 50 – 150 Zentimeter. Die Wurzel ist innen weiß. Alle Blätter sind tiefgefurcht und den Stängel umfassend. Entlang der etwa 50 Zentimeter langen Rispe sitzen sehr viele 12 bis 15 Millimeter große weiße, grünliche oder gelbliche Trichterblüten. Besonders bei Sonnenschein duftet die Pflanze sehr aufdringlich. Der Weiße Germer blüht erst nach einigen Jahren vegetativen Wachstums. Blütezeit ist von Juni bis August. 

Als Standort werden feuchte Wiesen, Weiden, Lager, Hochstaudenflure und Flachmoore von der Tallage bis in eine Höhe von etwa 2.700 m bevorzugt. In Österreich ist diese Pflanze sehr häufig verbreitet.

Die Pflanze ist auch für Insekten giftig und wurde früher zur Lausbekämpfung bei Mensch und Tier benutzt. Das erfahrene Großvieh rührt es nicht an, doch gehen ihm immer wieder Kälber, Schafe und Ziegen zugrunde.

In der Antike wurde die Pflanze als Mord- sowie als Pfeilgift genutzt. Medizinisch fand der Weiße Germer als Mittel gegen Bluthochdruck Verwendung. Wegen der sehr hohen Giftigkeit wird die Pflanze heute nur noch in der homöopathischen Medizin als Heilpflanze genutzt.

Wussten Sie, dass die Pflanze in nicht blühendem Zustand mit dem Gelben Enzian verwechselt werden kann, dessen Blätter aber kreuzweise gegenständig angeordnet sind?

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