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Zwerg-Alpenrose

Zwerg-Alpenrose
Zwerg-Alpenrose

Rhodothamnus chamaecistus

Die Zwerg – Alpenrose ist die einzige Art ihrer Gattung und gehört zu den heidekrautgewächsen. Sie hat weder nähere Verwandte noch Unterharten oder Rassen. Dies spricht für ein hohes entwicklungsgeschichtliches Alter, das sicher bis ins Tertiär reicht. Sie ist mit den anderen Alpenrosen der Gattung Rhododendron nicht näher verwandt. Die holzige Pflanze bildet einen 10 bis 30 Zentimeter hohen zierlichen Zwergstrauch mit aufsteigenden Zweigen. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und treten gehäuft an den Zweigenden auf. Die Blätter selbst sind immergrün, derb, ledrig und werden bis 15 Millimeter lang. Am Rand sind diese gezähnt und borstig behaart. Die Blüten treten meist zwischen ein bis vier endständig an drüsenhaarigen Stielen, die bis 1,5 Zentimeter lang werden, auf. Die Kronblätter sind rosa (selten weiß) und bis zum Grund fünfteilig. Die Kelchblätter sind drüsig bewimpert. Blütezeit ist von Mai bis Juli.

Als Standort werden kalkreiche sonnige Lagen, Fels- und Schuttfluren, Zwergstrauchheiden und Latschengebüsche zwischen 500 – 2.400 m Höhe (montan bis unteralpin) bevorzugt. Die Zwerg – Alpenrose hat ihre Verbreitungsschwerpunkte in den nördlichen und südlichen Kalkalpen, kleinere Vorkommen in den Niederen Tauern und in den Hochlantschgruppe verbinden diese Arealteile. In Kärnten überschreitet sie sonst nie das Drautal, daher ist dieser isolierte Standort in den Nockbergen geographisch besonders interessant.

Wussten Sie, dass in den Nockbergen die Rostrote Alpenrose die vorwiegend auf Silikatgestein vorkommt weitaus bekannter ist?

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