Der GEO-TAG der Artenvielfalt 2017

„Hoch hinaus – Der Alpinzone auf der Spur“

Zum zweiten Mal wurde der Biosphärenpark Nockberge für 24 Stunden zum Erkundungsgebiet für Experten der Biologie, die begleitet von begeisterten Laien die Artenvielfalt rund um den Königstuhl erkundeten. Im Rahmen des GEO-Tags der Artenvielfalt, der seit 1999 alljährlich vom GEO-Magazin aufgerufen wird, fanden sich am 21. und 22. Juli 2017 50 Botaniker, Pilzforscher und Zoologen aus ganz Österreich zu dieser größten europäischen Feldforschungsaktion ein.

Ausgestattet mit Plänen, Listen und Verpflegung machten sich die Forscher auf, im Umkreis von Heiligenbach- und Zechneralm, sowie der Gipfelregion von Eisentalhöhe, Seenock und Königstuhl alle Tier- und Pflanzenarten zu dokumentieren. Unter dem Motto „Hoch hinaus- Der Alpinzone auf der Spur“ standen vor allem die Lebensräume der Gipfelregion im Fokus des Forschungsinteresses.

Großes Krabbeln

Ein besonderes Erlebnis war in diesem Jahr das Zusammentreffen des GEO-Tages der Artenvielfalt mit dem Insektencamp. Circa zwanzig Insektenforscher kamen früher und blieben länger, um sich der Insektenwelt sowohl im Bereich der Zechneralm, dem Königstuhl und der Eisentalhöhe als auch weiteren Untersuchungsflächen im Biosphärenpark zu widmen.

Experten zeigten sich zufrieden mit ihren Funden

Spezialisierte Expertenteams erforschten das reichhaltige Vorkommen von Gefäßpflanzen, Moosen, Flechten, Pilzen, Lurchen, Spinnentieren und vor allem Insekten, die im Rahmen des Insektencamps der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft genau unter die Lupe genommen wurden. Interessierte Laien nutzen die Chance, um die Expertenteams zu begleiteten und erfuhren so in kurzer Zeit wohl mehr über die Flora und Fauna der Region, als in einschlägiger Fachlektüre zu finden wäre.

Was lebt und gedeiht also in der Gipfelregion? Mandalena Topalović von der Biosphärenparkverwaltung Nockberge: „Laut einer ersten Hochrechnung wurden innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters nahezu 1000 Arten festgestellt, darunter auch seltene Arten wie die Nordfledermaus.“ Die Pilzkundler entdeckten beispielsweise 67 verschiedene Pilzarten.