GEO-TAG DER ARTENVIELFALT 2018

„Menschgemacht – die Fauna und Flora der Mähder und Schober“

Naturbegeisterte und Forscher erkundeten die heimische Flora und Fauna des Biosphärenparks Nockberge. Zum dritten GEO-Tag der Artenvielfalt, am 20. und 21. Juli 2018, zog es Interessierte von nah und fern in die Ebene Reichenau.

Der Natur auf der Spur

Bereits zum dritten Mal verwandelte sich der Biosphärenpark Nockberge für 24 Stunden zum Eldorado für NaturforscherInnen. Unter dem Motto „Menschgemacht – die Fauna und Flora der Mähder und Schober“ wurde rund um die Grubenbaueralm und den Talboden der Ebene Reichenau der Tier- und Pflanzenwelt genauestens auf den Grund gegangen. Am 20. und 21. Juli 2018 fanden sich um die 50 naturbegeisterte ExpertInnen und LaienforscherInnen, darunter Pilzkundler, Moosforscher, Botaniker, Vogelkundler, Käferkundler, Ameisenforscher, Spinnenexperten u.v.a.m., zum größten europäischen Feldforschungsevent im Nockstadl ein.

Mit Sack und Pack

Ausgerüstet mit Plänen, Listen und Feldstechern machten sich die spezialisierten Forscherteams zur Inventarisierung der vielfältigen Artenpracht vom Talboden bis zur Prägatscharte auf. Das Ziel – in kürzester Zeit alle Tier- und Pflanzenarten zu bestimmen – fest vor Augen, durchforsteten die TeilnehmerInnen das abgegrenzte Untersuchungsgebiet nach allem, was kreucht und fleucht. Insgesamt konnten über 1000 Arten festgestellt werden: 350 verschiedene Pflanzen, 160 Moose und 115 Pilzarten waren die Ausbeute der Botaniker und Pilzkundler. Zu den Highlights und Raritäten zählten unter anderem das Sumpf-Blutauge, die Behaarte Fetthenne und die Wulfen- Hauswurz. Die händisch gemähten Bergmähder von Familie Gruber sorgten für Respekt und Bewunderung hinsichtlich des großen Aufwandes der Bewirtschaftung und ihrer Artenvielfalt.

Tierisch was los

Auch Zoologen konnten mit ihren Funden prahlen: Neben bekannten Arten wie Murmeltier, Alpensalamander und Auerhuhn sorgten der Gänsegeier und der Riesenweberknecht für Begeisterung unter den ForscherInnen. Schließlich

konnten bei den wirbellosen Tieren 130 verschiedene Käfer- und Wanzen-, 77 Spinnen- und Weberknecht-, 55 Schmetterlings-, 18 Heuschrecken- und Zikaden-, 17 Schnecken-, 15 verschiedene Ameisen- und weitere 30 sonst kaum beachtete Krabbeltier- und Fluginsektenarten festgestellt werden. Holzbock und „Grubenbäuerins“ Butterblume erweiterten die Artenliste beim Jausenbuffet.

Vielen Dank für die Blumen

Ein großes Dankeschön für alle ehrenamtlichen ForscherInnen, die mit hoher Motivation und der guten Zusammenarbeit mit den Biosphärenpark MitarbeiterInnen diesen Feldforschungstag zu solchem Erfolg führten. Natürlich gilt das auch für Familie Gruber und ihre herausragende Bewirtung und Verpflegung – wir freuen uns auf das nächste Jahr