Unter dem Motto:

 

„Am Fuße der Zunderwand“ stand der 6. GEO-Tag der Natur im Biosphärenpark Nockberge

 

Über 70 Naturkundler*innen und ihre Begleiter*innen aller Altersgruppen erkundeten am 2. und 3. Juli 2021 bereits zum 6. Mal im Zuge der Aktion GEO-Tag der Natur den Biosphärenpark Nockberge. Dieses Jahr stand die Umgebung des Erlacherhauses, sowie die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten am Fuße der Zunderwand im Mittelpunkt. Die Kalkmagerrasen in diesem Gebiet inmitten des Urgesteins sind eine Besonderheit in den Nockbergen und bieten Lebensraum für zahlreiche angepasste Spezialisten unter den Pflanzen- und Tierarten, die unter diesen rauen Lebensbedingungen gedeihen können.

Nachweise gelangen für die Bergsektorenspinne, die Gartenkreuzspinne, den Riesenweberknecht, Sklavenameisen, endemische Zikadenarten, Laufkäfer, Wildbienen, Steinfliegen und vieles mehr. Herausragend war das Entdecken von kalkliebenden Tieren inmitten der silikatischen Matrix der Zentralalpen wie z. B. der Große Brettkanker, ein bodenbewohnender Weberknecht oder das Nördliche Riesenauge, ein Endemit der nördlichen Kalkalpen.

Es konnten vorläufig insgesamt 1180 Tier- und Pflanzenarten bestimmt werden, genaue und zeitaufwändige Nachbestimmungen der Arten erfolgen bis Ende dieses Jahres. Die Ergebnisse der Forschungen werden aufbereitet und bis zum nächstjährigen GEO-Tag der Natur als Broschüre zur Verfügung gestellt.